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Natur Pur: Die Naturschutzgebiete auf Rügen auf einen Blick

Rügen ist nicht nur als Ferienort sehr beliebt: Auch Naturschutzgebieten sind auf der Insel reichlich vorhanden. Wie viele gibt es? Wo liegen sie? Und wie muss man sich verhalten, wenn man innerhalb eines Naturschutzgebietes unterwegs ist?

Wozu gibt es Naturschutzgebiete?

Naturschutzgebiete sind Gebiete, die zum Schutz von Pflanzen- und Tierarten sowie deren Lebensräumen eingerichtet wurden. Sie dienen dem Erhalt der biologischen Vielfalt und sind somit ein wichtiger Bestandteil unserer Umwelt. Doch wozu genau existieren Naturschutzgebiete nun? Sie dienen als…

  • … Lebensräume für seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Durch den Schutz dieser Gebiete wird die Ausbreitung von bedrohten Arten gefördert und ihr Bestand gesichert.
  • … Erholungs- und Naherholungsgebiete für Menschen. In diesen Gebieten können sich Menschen von dem Alltagsstress erholen und die Natur genießen.
  • … wichtige Umweltlehrstätten. In den Gebieten können Schüler und Studenten die Natur hautnah erleben und lernen, wie wichtig es ist, sie zu schützen.
  • … wichtige Klimareservoire. Durch die Bewaldung der Gebiete wird CO2 gebunden und die Luftqualität verbessert.

Insgesamt stellen Naturschutzgebiete also wichtige Schutzgebiete für die Natur und die Umwelt dar. Sie sorgen für den Erhalt der biologischen Vielfalt und sind somit ein wichtiger Bestandteil unserer Umwelt.

Was sind die Naturschutzgebieten auf Rügen?

Rügen besitzt eine Vielzahl von Naturschutzgebieten und Biosphärenreservate. Insgesamt sind es 16 übergeordnete Orte. Dazu zählen:

  • Das Naturschutzgebiet Nordufer Wittow mit Hohen Dielen
  • Die Küstenzonen rund um den Wieker Bodden und den Rassower Strom
  • Das Naturschutzgebiet Dornbusch und Schwedenhagener Ufer
  • Das Neuendorfer Wiek
  • Der Tetzitzer See, eingeschlossen der Halbinsel Liddow und Banzelvitzer Berge
  • Der Spyckerscher See bzw. der Mittelsee
  • Die Schmale Heide, einschließlich der Feuersteinfelder
  • Der Schmachter See zusammen mit Fangerien
  • Der Neuensiener und der Selliner See, zusammen mit dem Westufer Selliner See, dem Neuensiener See und den Hügeln bei Neuensien
  • Der Kniepowersee und der Katharinensee
  • Der Wreecher See
  • Die Gebiete bei Goor/Muglitz, darunter: das Muglitzer Boddenufer, die Freetzer Niederung sowie das Waldgebiet Goor
  • Die Insel Vilm
  • Auf der Halbinsel Mönchgut allein gibt es folgende Naturschutzgebiete: den Schafberg bei Mariendorf, Having, das Reddevitzer Höft, die Salzwiesen bei Middelhagen, Nord- und Südperd, den Lobber Ort, Zicker, das Göhrener Litorinakliff und die Baaber Heide
  • Das Schoritzer Wiek
  • Die Dünenheide auf der Insel Hiddensee

Wie verhält man sich in und auf Naturschutzgebieten?

Da Naturschutzgebiete den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten sichern, sind jegliche Handlungen, die diese Sicherheit zerstören könnten, nicht gestattet. Darunter fällt zum Beispiel das Vernichten und das Beschädigen der dort lebenden Organismen. Alles, was Du dort veränderst, kann Auswirkungen auf den Lebensraum haben, und ist daher nicht erlaubt. Ähnliches gilt dafür, wenn Du etwas tust, das eine dauerhafte Gefährdung nach sich ziehen könnte.

Weder darfst Du aus diesen Gebieten etwas mitnehmen, noch etwas in das Gebiet mitnehmen. Ein Beispiel: Dort ansässige Blumen zu pflücken ist ebenso verboten wie Müll irgendwo liegen zu lassen.

Fahrzeuge dürfen nicht mit in die Naturschutzgebiete genommen werden. Das betrifft sowohl Wälder als auch Wassergebiete – das Befahren und Segeln mit Schiffen ist aus diesem Grund ebenso untersagt. Ähnliches gilt für andere Freizeitaktivitäten auf Land- und Wassergelände, wie zum Beispiel das Baden, das Campen oder das Steuern von flugfähigen Objekten wie Drohnen.

Wenn Du Tiere mit in den Urlaub auf Rügen nimmst, gibt es auch in diesem Zusammenhang Einschränkungen, die Du in Naturschutzgebieten auf Rügen beachten musst: Einzig Hunde und Katzen ist es gestattet, in die Naturschutzgebiete einzudringen. Hierbei wichtig: Das funktioniert nur, wenn Du sie kurzangeleint hast!

Zusammenfassend

Konzipiert sind Naturschutzgebiete für die Sicherung der Pflanzen- und Tiervielfalt samt deren Lebensräume in bestimmten Gebieten. Die Naturschutzgebiete auf Rügen umfassen insgesamt 19 Gebiete, sowohl am Land als auch im Wasser.

Wenn Du ein Naturschutzgebiet betrittst, musst Du Dich an bestimmte Richtlinien halten. Alles, was das Naturschutzgebiet – samt der darin lebenden Organismen – gefährden könnte, ist verboten. Du darfst weder etwas aus den Naturschutzgebieten mitnehmen, noch etwas dort hinterlassen, was zur Schädigung des Ökosystems beitragen könnte.

FAQ zu Naturschutzgebieten auf Rügen

Wie erkennt man ein Naturschutzgebiet?

In der Regel sind Naturschutzgebiete entsprechend markiert und ausgeschildert – meist mit einem Schild in Dreiecks- oder Fünfeck-Form, das eine Eule oder einen Seeadler zeigt. In Mecklenburg-Vorpommern gilt die fünfeckige Eulen-Variante.

Wem gehören Naturschutzgebiete?

Große Naturschutzgebiete sind unter staatlichem Besitz – die Naturschutzgebiete auf Rügen gehören zu Mecklenburg-Vorpommern.

Was machen Naturschutzgebiete?

Sie sind zum Erhalt von Pflanzen- und Tierarten da. Sie stellen so sicher, dass die Artenvielfalt und entsprechenden Lebensräume erhalten bleiben.

Quellen