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Radurlaub auf Rügen: Das sind die wichtigsten Besonderheiten

Rügen gehört deutschlandweit zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen unter Aktivurlaubern. Tausende von Touristen verschlägt es jedes Jahr zum Wandern auf die Insel, aber auch Radtouren auf Rügen sind beliebte Urlaubsaktivitäten. Vor einem Radurlaub auf der Insel kann ein Überblick über die wichtigsten Besonderheiten nicht schaden.

So gut ist Rügen auf Radtouristen ausgelegt

Aus Tausenden deutschen und europäischen Städten gibt es mehrmals pro Tag schnelle Bahnverbindungen zu Inselorten wie Bergen, Lietzow oder Lauterbach. Der umweltfreundlichen Anreise mit dem Rad steht somit nichts entgegen. Auf Rügen angekommen, stehen Radtouristen ganze 250 Kilometer zum Entdecken zur Verfügung – ob entlang unberührter Küstenstreifen oder durch idyllische Dörfer. Bundesstraßen und stark befahrenen Landstraßen der Insel sollten bei Radtouren gemieden werden. Das tatsächliche Fahrradnetz der Insel ist groß genug und besteht größtenteils aus gut gepflegten, asphaltierten Wegen. Trotzdem gibt es auch Radwege über Kopfsteinpflaster oder solche, die durch Wettereinflüsse von Rissen und Wurzeleinwuchs übersät sind. Daher sollten Radurlauber ihre Route vorab ausgiebig planen. Wege wie der über die Schaabe, der von Glowe nach Juliusruh führt, sind nur bei trockenem Wetter gut befahrbar. Auch die eigene Kondition sollte bei der Routenplanung Berücksichtigung finden. Zwar sind die meisten Streckenabschnitte eben, aber in Teilen sind Steigungen möglich. Darüber hinaus kann konditionell weniger gut aufgestellten Menschen auch starker Gegenwind zu schaffen machen. Das kann beispielsweise die Entscheidung für eine bestimmte Fahrradart beeinflussen. Mit Elektrorädern lässt sich bei Erschöpfung zum Beispiel stets der Motor zuschalten.

Urlaubstipp: Rügen-Rundreise per Rad

Wer von Stralsund aus aufbricht, kann die Insel Rügen mit Zwischenstopps wie Wittow, Sassnitz und Putbus innerhalb von sechs Tagen auf dem Rad umrunden. Insgesamt legt man dabei eine Strecke von etwa 240 Kilometern zurück und bewegt sich vorwiegend entlang der Küste. 25 bis 60 Kilometer sitzt man dabei pro Tag im Sattel.

Wo es auf der Insel Räder zu leihen gibt

Wer die Anreise mit dem Rad zu stressig findet, findet auf Rügen selbst zahlreiche Fahrradverleihe. An fast jedem Ferienort bietet sich die Möglichkeit, ein Rad der Wahl zu mieten. Mehr als 40 Verleihstationen verfügen auch über Elektrofahrräder. In den meisten Fällen befinden sich die Verleiher innerhalb der jeweiligen Orte in relativ zentraler Lage und sind somit gut erreichbar. Wer nicht extra suchen will, kann sich das Rad oder E-Bike auch von Anbietern wie der Fahrradvermietung Bruchalla an den jeweiligen Urlaubsort liefern lassen. Nicht nur Fahrradverleihe gibt es auf Rügen übrigens in ausreichender Menge, sondern auch Werkstätten. Wer unvorhergesehen eine Fahrradreparatur benötigt, wird vor allem in diesen Orten fündig:

  • Binz
  • Baabe
  • Göhren
  • Sassnitz
  • Sellin
  • Bergen
  • Sagard
  • Gingst

Wenn bei Radtouren auf Rügen die Kräfte schwinden

Jeder gut vorbereitete Radurlauber braucht eine Ausweichmöglichkeit, falls auf dem Weg die Kraftreserven nachlassen. Das gilt vor allem für Touristen, die sich gegen E-Bikes entscheiden. Glücklicherweise ist der Nahverkehr auf der Insel gut auf Radreisende vorbereitet. Die Kleinbahn Rasender Roland nimmt beispielsweise alle Fahrradarten mit. Sonderfahrräder wie Tandems kosten den doppelten Fahrpreis. Davon abgesehen sind unter dem Motto RADzfatz über die Insel zwischen Mai und Oktober Busse unterwegs, die mit Fahrradanhängern ausgestattet sind. Bis zu zwölf Räder finden in diesen Linienbusse Platz, wobei die meisten Radwandergebiete an die Buslinie angebunden sind. Dadurch halten die Busse gezielt dort, wo mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit erschöpfte Radtouristen auf der Suche nach einem Plan B anzutreffen sind.

Naturschutz geht beim Radfahren auf Rügen vor

Rügen macht Radtouristen jeder Art glücklich: Ob man mit dem Mountainbike zwischen Sellin und Binz durch die Granitz jagen, als Rennradfahrer das zentrale Rügen erkunden oder als Familie die Halbinsel Jasmund entdecken will. Allerdings sollten sich gerade Radfahrer bewusst machen, dass Naturschutz auf der Insel großgeschrieben wird. Ganze 28 Naturschutzgebiete, zwei Nationalparks und ein Biosphärenreservat sind hier beheimatet. Diese traumhaften Areale gilt es möglichst unberührt zu lassen und zu erhalten. Letztlich ist fast die gesamte Insel heute eine Schutzzone. Dabei werden drei verschiedene Zonen unterschieden. In der sogenannten Kernzone dürfen Besucher die natürliche Entwicklung unter keinen Umständen stören oder verändern. Fahrradfahrer dürfen sich hier nur auf explizit dazu ausgewiesenen Wegen fortbewegen. In den sogenannten Entwicklungszonen sind die Auflagen etwas weniger streng. Am lockersten gestaltet sich die Berührung mit Pflegezonen, wo lediglich ausgewiesene Maßnahmen eingehalten werden müssen.

Tipp für Radtouren durch die Nationalparks

Idealerweise beachten Radurlauber in Nationalparks auf Rügen das sogenannte Wege-Gebot. Dies bedeutet, dass grundsätzlich vorausschauend und in angemessenem Tempo gefahren werden sollte. So ist auch in einer fremden, teils empfindlichen Umgebung jederzeit eine schnelle und angemessene Reaktionsfähigkeit gegeben. Weil zu den Besonderheiten der Nationalparks teils absterbende Bäume gehören, achten Radtouristen bei ihren Fahrten am besten auf herabstürzendes Totholz. Bei starkem Sturm sollten Waldbereiche verlassen werden.